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Wie Gewohnheiten und Routinen entstehen




Etwas verbessern bedeutet am Ende nichts anderes, als dass morgen etwas anders gemacht werden muss als heute. Was zugegebenermaßen zunächst banal anmutet, bedeutet damit gleichzeitig, dass wir unser Verhalten ändern müssen und das idealerweise dauerhaft. Wie schwer eine echte Verhaltensänderung und Etablierung von neuen Gewohnheiten ist, merken wir nicht zuletzt bei den guten Vorsätzen an Neujahr. Mit Elan wird gestartet, um dann doch festzustellen, dass nach kurzer Zeit die Luft raus ist und die gleichen Gewohnheiten wieder Einzug halten.

Nicht anders verhält es sich bei beruflicher Weiterentwicklung, insbesondere bei Verhaltensweisen, die wir aufgrund unseres Persönlichkeitsprofils haben. In diesem kurzen e-Learning zeigen wir, wie lange es dauert, bis eine neue Gewohnheit etabliert ist und was man tun kann, um erfolgreich zu sein.


Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um den Blick auf sich selbst zu richten als der Beginn eines neuen Jahres. Nimm dir die Zeit für einen ehrlichen Blick auf deine Gefühle, Gewohnheiten und Muster.

Welche Gewohnheiten möchte ich hinter mir lassen? Welche Routinen möchte ich im neuen Jahr etablieren?




Inhalt
  1. Wie lange dauert es, bis etwas zur Routine wird?

  2. Wie starte ich am besten?

  3. Wie halte ich am besten durch?

  4. Was sind konkrete Tips, um erfolgreich zu sein?



Wie lange dauert es, bis etwas zur Routine wird?

Eine neue Gewohnheit entsteht nicht über Nacht, braucht aber auch keine Jahre. Um präzise zu sein,

dauert es je nach Komplexität der Veränderung 21– 90 Tage, bis ein neues Verhalten zur Gewohnheit

geworden ist. Wenn es sich um eine sehr fest gefahrene Verhaltensweise handelt, kann es

durchaus sogar noch länger dauern. Jeden Morgen ein Glas Wasser zu trinken ist

beispielsweise eine sehr einfache Tätigkeit, welche bereits nach kurzer Zeit zur Routine

werden kann, wohingegen die Umstellung auf einen veganen Lebensstil sehr komplex werden kann.



Es dauert 21 – 90 Tage, bis ein neues Verhalten zur Gewohnheit wird.




Wie starte ich am besten?


Wichtig ist es am Anfang ein Hauptziel zu definieren, daraus Zwischenziele abzuleiten und festzulegen, bis wann die Zwischenziele erreicht werden sollen. Dabei ist es wichtig die Ziele so realistisch wie möglich zu definieren. Man muss nicht gleich wie Bill Gates 50 Bücher im Jahr lesen. Als erster Schritt würde es beispielsweise reichen 10 Seiten am Tag als Zwischenziel zu formulieren.



Wie halte ich am besten durch?

Entscheidend ist die Motivation. Als erstes muss man sich klar darüber werden, WARUM man etwas ändern möchte und was man sich davon verspricht. Je konkreter die Vorstellung der Belohnung ist, umso wahrscheinlicher ist es, das Ziel zu erreichen. Was beim Abnehmen und der Vorstellung vom Traumkörper funktioniert, klappt auch im beruflichen Leben. Dabei kann das Ziel von der Beförderung bis zu weniger Stress und Zufriedenheit im Berufsalltag reichen. Manchen Menschen hilft es, sich das Ziel ganz konkret zu visualisieren und in allen Facetten auszumalen, wie positiv die Erreichung des Ziels auf das eigene Leben wirken wird.


Ziele

  • sollten nicht zu hoch angesetzt werden, das führt schnell zum Scheitern und demotiviert.

  • gleichzeitig sind zu niedrig gesetzte Ziele auch nicht besser, da sie keinen Anreiz darstellen.


Auf jeden Fall sollten die Ziele positiv formuliert werden, denn das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit zusätzlich.





Was sind konkrete Tipps, um erfolgreich zu sein?

Wir geben dir einige konkrete Tipps und Praxisbeispiele, die an deine Situation angepasst werden können:


1. Neue Gewohnheiten

Es ist einfacher neue Gewohnheiten zu etablieren als schlechte Gewohnheiten abzulegen. Die Hürde ist mental schon zu Beginn deutlich höher. Auch wenn das Ziel in die gleiche Richtung geht.

Beispiel: Besser als „ich will weniger meine Freizeit mit Dingen füllen, die mich nicht weiterbringen, wie bspw. Fernsehen“ ist eine positive Formulierung wie „Ich nehme mir vor, 10 Seiten am Tag zu lesen“



2. Selbstbelohnung:

Wertschätzung und Anerkennung muss nicht immer von anderen kommen. Wer einen kleinen Schritt gegangen ist, soll sich loben. Durch die Wahrnehmung des schon Geleisteten bestärkt man sich selbst für den weiteren Weg.

Beispiel: Man kann auch ganz konkrete Belohnungen einarbeiten „Was tue ich mir Gutes, wenn ich mein Zwischenziel erreicht habe?“


Es ist einfacher neue Gewohnheiten zu etablieren als schlechte Gewohnheiten abzulegen.

3. Zeit:

Der Faktor Zeit spielt eine große Rolle. Nicht nur das WANN zählt, sondern auch das WIE LANGE. Es hat beispielsweise keinen Sinn, die tägliche Meditation am Morgen zu planen, wenn das die stressigste Zeit am Tag ist.

Stattdessen sollte man sich von vornherein die Frage stellen, wie viel Zeit habe ich für meine neue Routine und wann ist der beste Zeitpunkt.

Beispiel: Zum Ausklang der Woche am frühen Nachmittag, wenn nicht mehr viel los ist, lasse ich die Woche revue passieren und schreibe der Person, die mich am meisten unterstützt hat ein kleines Feedback.



4. Verknüpfung:

Routinen gelingen am besten, wenn man sie mit einem festen Bestandteil im Tag verknüpft. So hat man praktischerweise auch gleich eine automatische Erinnerung. Auch Klebezettel (beispielsweise am Monitor) können ein guter erster Schritt für eine Verknüpfung sein. Häufig gewöhnt sich jedoch unser Gehirn schnell an die Anwesenheit des Zettels und der gewünschte Effekt verblasst.

Beispiel: Wenn ich morgens als erstes meine Mails checke, lese ich den aktuellen Nudge und stelle mir einen Termin zu dessen Erledigung ein.



5. Unterstützung von anderen Personen:

Den größten Effekt hat zweifelsohne das Einbinden einer anderen Person in die Routine. Es ist die Mischung aus sozialem Druck durch die Kontrolle und dem stolzen Gefühl von Anerkennung, wenn man etwas geschafft hat. Ganze Geschäftsmodelle wie Weight Watchers, Laufgemeinschaften usw. fußen auf diesem Prinzip. Wichtig ist, sein eigenes Ziel inklusive Zeitplan mit einer anderen Person zu teilen und regelmäßige „Überprüfungen“ zu vereinbaren. Ein anderer Weg wäre es mit einer anderen Person ein gemeinsames Ziel zu formulieren und sich gegenseitig zu fördern und zu kontrollieren. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Beispiel: Such dir eine Person aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis, Kolleg:in oder Familienmitglied, die sich auch etwas vorgenommen hat und unterstützt euch gegenseitig. Teile ihr mit, was du erreichen möchtest und tausche dich auch gerne über die Hintergründe deines Ziels aus. Du wirst sehen, es wird dir deutlich leichter fallen.



6. Dein Persönlichkeitsprofil:

Warum Gewohnheiten ändern und neue Routinen in den (Arbeits-) Alltag integrieren auch immer etwas mit deinem individuellen Persönlichkeitsprofil zutun hat: Wir bei Lemin erstellen dein individuelles Persönlichkeitsprofil, basierend auf dem Big-5-Persönlichkeitstest. Dieser gilt in der Psychologie als das wissenschaftlich zuverlässigste Modell zur Persönlichkeitsmessung. Je nach Profil wird es dir leichter oder schwerer fallen, neue Routinen in deinen (Arbeits-) Alltag zu integrieren. An der Stelle unterstützen wir dich mit individuell auf deine Persönlichkeit abgestimmten Tools.


Wenn beispielsweise "Gewissenhaftigkeit", ein Faktor der Big 5, bei dir sehr ausgeprägt ist, dann wird dir das Aneignen neuer Gewohnheiten leicht fallen, denn gewissenhafte Personen zeichnen sich durch diszipliniertes und systematisches Vorgehen aus. In dem Fall wäre also "konkrete Pläne schmieden" der beste Tipp, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Aber keine Angst: Auch für die Personen mit mittlerer oder geringer Ausprägung dieses Persönlichkeitsmerkmals haben wir die individuell passende Lösung. Hier wird unser Tipp 4 "Verknüpfung" zu Erfolg führen. Auch wenn deine intrinsische Motivation manchmal fehlt, mit der "Verknüpfung" trickst du dein Gehirn aus. Eine neue erwünschte Gewohnheit erfolgt immer im Anschluss an eine alte Gewohnheit So gelingt die neue Routine ganz bestimmt! Beispiel: Jeden Morgen nach dem Zähneputzen wird eine Minute lang meditiert.


Eine Person, die eine hohe Ausprägung des Faktors "Offenheit" hat, denken sehr zukunftsorientiert. Sie halten nicht an der Vergangenheit fest. In ihnen steckt mehr Träumer als Realist. In diesem Fall hilft, es sich das Ergebnis genau vorzustellen und auszumalen - der Blick in die Zukunft. Je detaillierter und facettenreicher das Bild, desto motivierender.

Wenn du eine geringere Ausprägung des Big-5-Faktors "Offenheit" hast, dann bist du sehr realistisch, denkst in Fakten und Zahlen. Du lernst aus deiner Vergangenheit und wiederholst Fehler nicht noch einmal. Hier wäre unser Tipp für dich, um neue Gewohnheiten zu etablieren: Lass die vergangenen Jahre einmal Revue passieren. Das, was du früher geschafft hast, kannst du auch nochmal erreichen! Warst du beispielsweise mal richtig gut in deiner Sportroutine? Dann wiederhole genau das dieses Jahr.





 

Du siehst, jeder Mensch ist anders und daher ist es wichtig, das Persönlichkeitsprofil zu berücksichtigen. Genau das tun wir bei Lemin. Mit uns lernst du nicht nur deine individuelle Persönlichkeit kennen und helfen dir mit unseren Coaching-Momenten (Nudges) Schritt für Schritt die beste Version von dir selbst zu werden.


 

Du willst die besten Methoden, um Meetings effektiver und zeitsparender durchzuführen und wissen, wie sich Persönlichkeit in Meetings bemerkbar macht? Dann lade dir unser White-Paper "Meetings und Tools" herunter.






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